Ökumenische Andacht zum Schöpfungstag 2016

„Die ganze Schöpfung – Lobpreis Gottes“

Der Schöpfungstag stand in diesem Jahr unter dem Gedanken: „Die ganze Schöpfung – Lobpreis Gottes“ unter diesem Motto luden evangelische und  katholische Frauen am Freitag 02.09.2016 ein. Zum gemeinsamen Gebet in einer kurzen Andacht in ökumenischer Gemeinschaft trafen wir uns am Bildstock Külos um das Bewusstsein zu stärken, dass jeder Verantwortung trägt für den Erhalt der Schöpfung Gottes.

Da wir unseren ökumenischen Schöpfungstag immer in der Natur begehen, hatten wir uns dieses Jahr für diese Stelle am Bildstock am Külos entschieden.

Bildstöcke sind religiöse Denkmale, die bis in die Zeit des Mittelalters zurückreichen und die hauptsächlich in kath. Regionen zu finden sind. In Dipperz und den Ortsteilen finden wir 54 Bildstöcke und Kreuze. Sie sind aus ganz verschiedenen Anliegen errichtet worden, ob als Sühnekreuze oder aus Dankbarkeit nach erfülltem Kinderwunsch, nach Heilung von einer Krankheit oder einem unbeschadet überstandenen Unfall oder als Gedenken an einen Verstorbenen oder ein außergewöhnliches Geschehen.

Dieser Bildstock ist im Jahre 1830 unter dem Stifter Johann Georg Raab von Külos (Inschrift) errichtet worden als Tischpostament mit Blütenornamenten. Seitlich erkennen wir noch Reliefs von St. Georg zu Pferd als Drachentöter (Schutzpatron der Kreuzfahrer u. Pfadfinder- steht für Tapferkeit u. Nächstenliebe) und St. Wendelinus als Hirte (Schutzpatron der Hirten, Bauern und auch des Viehs). Auf dem Sockel das Kreuzbild und Eisenkreuz als Abschluss. An den Seitenwangen St. Bonifatius (schützt vor Gefahren durch Feuer und Wasser, unser Fuldaer Schutzpatron und der hl. Valentinus (Schutzpatron der Liebenden, der Reisenden und der Imker. Anrufung bei Wahnsinn, Epilepsie und Pest). Steinmetz vermutlich Georg Walter, Dietershausen. Heute ist der Bildstock im Eigentum der Fam. Helmer.

Wir feierten diese Andacht : Um die Welt mit den Augen des Glaubens anzuschauen und zu sehen, dass wir und unsere Welt von Gott gewollt und geliebt sind. Weil es bedeutet, dass wir Menschen als Teil der Schöpfung uns an ihr freuen und sie nutzen dürfen. Weil es bedeutet, dass wir Verantwortung haben im Umgang mit der Schöpfung im Blick auf kommende Generationen. Und weil es bedeutet, dass wir als Teil der Schöpfung in Gottes Hand sind. Heute und alle Tage. Mit einem  Lied beendeten wir das gemeinsame Gebet an einem schönen sonnigen Spätsommerabend.

Evangelische und Katholische Frauen aus Dipperz