Ministranten Lexikon

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Advent

(lat. adventus = Ankunft) Zeit zwischen dem 1. Adventssonntag und dem 24. Dezember. Sie dient der Vorbereitung auf Weihnachten

Agape

(lat. = Liebesmahl) Einfaches, geschwisterliches Mahl, das die ersten Christen oft nach der Eucharistiefeier hielten. Später wurde die Armenspeisung immer stärker betont.

Agnus Dei

(lat. = Lamm Gottes) Anfangsworte des Gesangs oder Gebets innerhalb der Eucharistiefeier (zur Brotbrechung im Kommunionteil der Messfeier), sie stehen für den ganzen Gesang, der auch deutsch sein kann. Johannes der Täufer nannte Jesus „Lamm Gottes“

Akolyth

(griech. = Begleiter) Ursprünglich handelt es sich dabei um ein Dienstamt, zu dem eine formelle Beauftragung erfolgt. Er ist zum Dienst am Altar und zur Unterstützung von Priester und Diakon beauftragt. Der Mmistrantendienst ist eine Vorstufe dazu. Kirchenrechtlich kann es eine Vorstufe zum Priesteramt sein (folgende Stufen gibt es: Anwärter, Lektor, Akolyth, Diakon, Priester). Heute bezeichnet man in vielen Pfarreien (wie auch unserer) die Ministranten, die die Gaben zum Altar tragen als Akolythen.

Albe

(lat. albus = weiß) Weißes, naturbelassenes oder graugetöntes knöchellanges liturgisches Gewand, das Priester und Diakon unter dem Messgewand bzw. zur Stola tragen. Es hüllt den Priester ganz ein und erinnert an das Taufkleid. Die Albe wird vom Zingulum zusammengehalten.

Allerheiligen

Hochfest am 1. November

Altar

(lat. altus = hoch, erhaben) Tisch; hier wird die Eucharistie gefeiert

Altarglocken

Schellen, die auf wichtige Stellen im Gottesdienst aufmerksam machen, z. B. bei der Wandlung während der Messe oder beim Segen mit der Monstranz. Sie können auch bei besonders festlichen Augenblicken als Ausdruck des Lobes eingesetzt werden, z.B. bei dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“, GL Nr. 257

Altartuch

siehe Korporale

Ambo

(griech. = Lesepult) Lesepult an dem die Lesungen aus der Bibel und das Evangelium vorgelesen wird und von dem aus der Priester die Predigt hält.

Andacht

Form eines Wortgottesdienstes

Angelus

(lat. = Engel) Lateinischer Beginn des Gebetes ‚Der Engel des Herrn…‘ (Gotteslob 2,7). Nach ihm wird das 12-Uhr-Läuten, das früher ein Gebetszeichen war, Angelus-Läuten genannt.

Antiphon

(griech. Antiphonie = wechselchöriges Singen) Bezeichnung für den Kehr- oder Rahmenvers, der einen gesungenen Psalm einleitet. Ein großer Teil des Gregorianischen Chorals besteht daraus. Im deutschsprachigen Gesang spricht man eher vom Gemeinde- oder Kehrvers.

Antwortpsalm

Antwortgesang nach der ersten Lesung

Apostelkreuze

Zwölf Kreuze, die an die Weihe der Kirche und an die Apostel als „tragende Säulen“ der Kirche erinnern. Stelle, an der die Kirche mit Chrisam gesalbt wird. Sie befinden sich an den Seitenwänden der Kirche.

Apostelleuchter

zwölf Leuchter an den Innenwänden einer Kirche, über den Apostelkreuzen

Apsis

(lat. = Wölbung) Ursprünglich der bogenförmige Abschluß des Altar- oder Chorraums in Kirchen eines bestimmten Baustils (Basilika). Im weiteren Sinne der hinter dem Altar liegenden Atarraum.

Asperges

Lateinischer Beginn des Psalms 51, der vor Beginn des Gottesdienstes bei der Austeilung des Weihwassers gesungen wird. Daher Name der ganzen liturgischen Handlung des Weihwasserbesprengens.

Aschermittwoch

erster Tag der 40-tägigen österlichen Fastenzeit/Bußzeit (Sonntage werden dabei nicht mitgerechnet, da sie keine Fastentage sind. Die wöchentliche Auferstehungsfeier kann kein Fasttag sein)

Aschenkreuz

Austeilung des Aschenkreuzes am Aschermittwoch, d.h. dem Gläubigen wird ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet. Asche ist ein uraltes Zeichen der Buße und Reue.

Aspergill

Das Gerät zum Aussprengen des Weihwassers. Häufig auch Sprengel genannt.

Asterikus

(lat. = Sternchen) Sternchen im Druck der Psalmen, das einen Einschnitt markiert.

AT

= Abkürzung für Altes Testament, Teil der Bibel

Ave

(lat. = sei gegrüßt) Lateinischer Beginn des ‚Gegrüßet seist du, Maria‘, das dem Gebet seinen Namen gibt.

Baldachin

Traghimmel über dem Allerheiligsten bei der Prozession, z.B. an Fronleichnam

Basilika

(griech. = Markthalle) Bezeichnung einer bestimmten baulichen Anlage einer Kirche. Daneben ist es ein Ehrentitel für besonders hervorgehobene Pfarrkirchen von geschichtlicher oder überörtlicher Bedeutung (z.B. St. Ulrich und Afra), die direkt dem Papst unterstehen – erkennbar am Papstwappen am Haupteingang.

Beichte

oder Bußsakrament; Gott gibt hierdurch die Möglichkeit zur Umkehr; er vergibt dem Menschen die Schuld, wenn er das Sakrament der Buße empfängt

Benedictus

(lat. = gelobt, gesegnet) Mit ‚Benedictus qui venit‘ beginnt der zweite Teil des Sanctus-Textes. Bei musikalischen Meß-Vertonungen ist das Benedictus ein eigener Teil. und kommt oftmals nach dem ‚Geheimnis des Glaubens‘.

Benediktion

(lat. benedicere = segnen) Die Segnung (von Personen, Gegenständen, Räumen, etc.).

Benediktionale

Buch, das verschiedene Segensgebete für alle denkbaren Situationen enthält, für die Segnungen der Kirche vorgesehen sind (z.B. Speisenweihe an Ostern). Es ist also ein Ritusbuch für liturgische Handlungen.

Birett

Kopfbedeckung für den Geistlichen, die auch zu bestimmten liturgischen Gewändern (Paramente) getragen werden darf.

Bischof

Nachfolger der Apostel, leitet eine Diözese oder ein Bistum

Bistum

oder Diözese: Verantwortungsbereich eines Bischofs

Bitttage

Tage, an denen Bittgebete und (Flur-)Prozessionen abgehalten werden, heute vor allem vor Christi Himmelfahrt

Blasisussegen

besonderer Segen zur Fürbitte für Gesundheit mit zwei gekreuzten Kerzen am Gedenktag des hl. Blasius (3. Februar), wird auch am Vorabend (Darstellung des Herrn) gesprendet

Brevier

(lat brevis = kurz) War die handliche Kurzfassung des Stundengebets der Mönche in Buchform für alle Kleriker. Das heutige Stundenbuch für die Feier des Stundengebets ist allerdings ein sehr umfangreiches Werk. Siehe auch Laudes, Vesper, Komplet

Brot

Es ist ein Grundnahrungsmittel bis zum heutigen Tag. Brot stillt den Hunger. Wenn Jesu sich in der Kommunion den Christen in Form von Brot schenkt, dann möchte er für sie ganz wichtig, lebenswichtig sein.

Burse

(lat. bursa = Beutel) Stoffbehälter zur Aufbewahrung der liturgischen Gegenstände für die Krankenkommunion

Bußgottesdienst

Vor allem in der Advents- und Fastenzeit – also den Vorbereitungszeiten auf Weihnachten und auf Ostern – kommen Christen zu einem Gottesdienst zusammen, um über ihre Fehler nachzudenken, ihre Schuld voreinander und vor Gott zu bekennen. Für viele ist die Teilnahme an einem solchen Bußgottesdienst gleichzeitig eine Vorbereitung auf die persönliche Beichte.

Canticum

(lat. = Lied) Die Texte der Bibel, die offensichtlich als Lieder aufgeschrieben wurden, aber nicht den Psalmen zugerechnet werden können. Im alten Testament sind das die Cantica des Habakuk, Daniel, Baruch, Jesaja und Mose. Aus dem neuen Testament werden in der Liturgie hauptsächlich das Magnificat, das Benedictus und ds Nunc dimittis verwendet, es gibt aber noch weitere.

Caritas

(lat. = Liebe) Das große katholische Hilfswerk, das bis auf die Pfarreiebene Hilfe in Notlagen leisten will. Deshalb findet jährlich eine Haussammlung durch Caritashelfer statt.

Casel

auch Kasel: Obergewand des Priesters bei der Messe

Chor

a) Sängergruppe; b) Altarraum

Choral

(lat chorus = Sängerkreis) Aus den frühen Jahrhunderten der Kirche stammendes Melodiengut, das noch heute in lateinischen und deutschen Gottesdiensten als gottesdienstlicher Gesang Verwendung findet.

Chormantel

(auch Rauchmantel, Pluviale oder Vespermantel genannt) meist reich verziertes, knöchellanges Gewand, das für die Segnung mit der Monstranz verwendet wird

Chorrock

Kann über der Soutane oder dem Talar getragen werden, und als verkürzte Albe ohne Gürtel angesehen werden. Es ist ein weißes, meist verziertes hemdartiges Gewand mit einem Ausschnitt. Der Chorrock erinnert an das Taufkleid. Wird von den Ministranten über dem Talar getragen.

Chrisam

Geweihtes (heiliges) Öl, das für Taufe, Firmung und Priesterweihe verwendet wird und dafür eigens vom Bischof am Gründonnerstag geweiht wird.

Christi Himmelfahrt

40 Tage nach Ostern feiert die Kirche das Hochfest „Christi Himmelfahrt“. Dieses Fest rückt (gemäß des Evangelisten Lukas) die Erhöhung Jesu Christi in den Mittelpunkt: Jesus Christus, der Auferstandene, wurde in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen. So wie er jetzt bei Gott lebt, darf auch der Mensch darauf vertrauen, einmal zur Herrlichkeit Gottes gerufen zu werden.

CIM

(lat. Coetis Internationalis Ministrantium = Internationaler Ministrantenbund) Zusammenschluß von Verantwortlichen der Ministrantenarbeit auf europäischer Ebene. Hauptanliegen des CIM ist es, den liturgischen Dienst weiterzuentwickeln, Hilfe und Empfehlungen für die Arbeit zu geben und auf internationaler Ebene im Gespräch zu bleiben (z.B. Organisation der internationalen Ministranten-Wallfahrt nach Rom).

C.M.B.

(lat. Christus mansionem benedicat = Christus segne diese Wohnung) Wird zusammen mit der Jahreszahl von den Sternsingern über den Türstock geschrieben, und soll das Haus unter den Schutz Gottes stellen.

Communio

(lat. Antiphona ad Communionem = Kommunionsgesang) Kommunionvers, der vom Priester bei der Austeilung der heiligen Kommunion gesprochen wird, oder von der Schola gesungen wird.

Credo

(lat = ich glaube) Anfangswort des Glaubensbekenntnisses. Wird auch als Kurzbezeichnung für den Gesang des Glaubensbekenntnisses (lateinisch oder deutsch) benutzt.

Custodia

(lat. custos = Hüter) In diesem kleinen Behälter wird die Lunula aufbewahrt, jener kleine, halbmondförmige Halter für die große Hostie, die in der Monstranz zu sehen ist. Sonst wird die gewandelte, konsekrierte Hostie mit der Lunula in der Custodia im Tabernakel aufbewahrt.

Dalmatik

Ursprünglich römisches Kleidungsstück, ein mantelähnliches Obergewand, das vom Diakon über Albe und Stola getragen wird.

Darstellung des Herrn

Fest am 2. Februar

Dekan

(lat. decanus = Aufseher) Auf Zeit gewählter Vorsteher eines Kapitels, d.h. einer Gemeinschaft von Geistlichen. Das können entweder die Geistlichen einer Domkirche (Domkapitel) oder eines Verwaltungsbezirks (Dekanat) sein.

Dekanat

(lat. decanus = Aufseher) Räumliche Zusammenfassung mehrerer Pfarreien zu einem Seelsorgebezirk. Das Dekanat Augsburg-Ost besteht aus den Pfarreien St. Franziskus, Christkönig, St. Elisabeth, St. Pankratins, Unsere Liebe Frau, Heilig Geist, Don Bosco, Zwölf Apostel und St. Wolfgang. Mehrere Dekanate bilden dann eine Region.

Diakon

(griech. = Diener) Geweihter kirchlicher Amtsträger. Er kann seinen Dienst als Vorstufe zum Priesteramt oder als ‚Ständiger Diakon‘ (= als der heute schon verheiratete und im Berufsleben stehende Mann) ausüben. In der Liturgie hat er bestimmte, den Priester unterstützende Aufgaben. Er kann selbst die Feier der Taufe, der Trauung und des Begräbnisses leiten. Trägt die Stola von der linken Schulter nach rechts zusammenlaufend.

Diözese

Seelsorgebereich und kirchlicher Verwaltungsbereich, der unter der Leitung eines Bischofs steht. Eine größere Diözese besteht aus mehreren Regionen, die sich wiederum aus mehreren Dekanaten zusammensetzt. Ein anderes Wort für Diözese ist Bistum.

Direktorium

Kirchlicher Jahreskalender, der die kirchlichen Fest- und Gedenktage aufführt und liturgische Anweisungen zur Wahl der Gebete, Lesungen und andere Einzelheiten enthält. Er ist in den Diözesen verschieden, da jede Diözese eigene Heiligengedenktage hält.

Doxologie

(griech. = Lobspruch) Meistens ist damit die Schlussformel des Hochgebets (‚Durch ihn und mit ihm und in ihm…‘) gemeint, im eigentlichen Sinn gibt es aber noch weitere Doxologien während der Messe: das Gloria, das ‚Ehre sei dem Vater…‘ und der Abschluss des Vaterunsers: ‚Denn dein ist das Reich…‘

Dreifaltigkeitsfest

Das Hochfest der heiligsten Dreifaltigkeit feiert die Kirche am Sonntag nach Pfingsten. Es wurde erst im Hochmittelalter in das liturgische Jahr aufgenommen: Papst Johannes XXII. führte es im Exil von Avignon 1334 für die ganze Kirche ein. Besonders dieses Fest lenkt den Blick auf das Grundgeheimnis des Christentums, der „Dreifaltigkeit Gottes“. Die Dreifaltigkeit bzw. Dreieinigkeit Gottes bekennen Christen jedes Mal, wenn sie das nicaeno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (325/381 n. Chr.) sprechen. Es ist das Ergebnis einer kontrovers diskutierten langjährigen Debatte über das christliche Gottesbild im 2. bzw. 3. Jahrhundert und gilt als das einzig wirklich ökumenische Glaubensbekenntnis, d. h. das von allen christlichen Kirchen akzeptiert ist: „Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, … Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; ….Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten,….“ (vgl. Gotteslob Nr. 356). Auch die Gebete im Gottesdienst sind trinitarisch – durch Christus im Heiligen Geist an den Vater gerichtet. Und wenn Christen das Kreuzzeichen machen, bekennen sie sich ebenso zum dreifaltigen Gott, indem sie sprechen: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.“ Dieser „Gott in drei Personen“ bleibt bei aller theologischer Auslegung ein tiefes Geheimnis, dem man sich nur mit ganzem Herzen gläubig und suchend nähern kann, weil ER, Gott, unergründlich und überaus groß ist.

Ehe

Wenn zwei Menschen sich entschließen, ein Leben lang in einer Liebes- und Lebensgemeinschaft füreinander da zu sein und dies als Christen auch in der der Gemeinschaft der Kirche bekräftigen möchten, bitten sie um die Trauung (Vertrauen, Treue). Die Eheleute spenden sich das Sakrament der Ehe selbst, sie sagen ja zueinander. Dieses Ja muss sich ein Leben lang bewähren, auch dann, wenn es Streit und Sorgen, Krankheit und Not gibt.

Empore

Eine Art Balkon über dem Kirchenausgang , auf dem meist Orgel und Kirchenchor ihren Platz haben.

Epiphanie

(griech. = Fest der Erscheinung des Herrn) Eigentliches kirchliches Fest am 6.Januar, das in der Volksfrömmigkeit mit der Feier der Heiligen Drei Könige verbunden wurde. In der Ostkirche wird an diesem Tag die Geburt des Herrn, Weihnachten gefeiert.

Epistel

(lat. epistula = Brief) Zweite Lesung, deren Text immer aus den Apostelbriefen des Neuen Testaments stammt. Nur in der Osterzeit wird aus der Apostelgeschichte vorgelesen

Erstkommunion

Die Feier der Eucharistie ist das größte und schönste Sakrament, das die Kirche feiert. Denn hier schenkt sich Christus , der Sohn Gottes, dem Menschen in den Gestalten von Brot und Wein. Die erste Kommunion, d.h. der erstmalige Empfang des Leibes und Blutes Christi, soll für den Christen der erste von vielen weiteren Tagen sein und wird deshalb besonders gefeiert.

Eucharistie

(griech. = Danksagung) a) für verwandelte Gaben von Brot und Wein b) zweiter Teil der Messe nach dem Wortgottesdienst.

Evangeliar

Buch, das im Gegensatz zum Lektionar nur die Evangelien enthält, die in Sonntags- und Feiertags-Meßfeiern des Jahres gebraucht werden.

Evangelium

(griech. = Frohbotschaft) die vier Bücher des Neuen Testaments nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes;  Abschnitte daraus werden in der Messe vom Priester vorgelesen werden. Höhepunkt des Wortgottesdienstes.

Ewiges Licht

Kerze, die über dem Tabernakel angebracht ist und Tag und Nacht brennt. Es soll die Gegenwart des Allerheiligsten verdeutlichen. Deshalb wird es auch zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag gelöscht, während dieser Tage befindet sich das Allerheiligste im ‚Heiligen Grab‘. Da es in jeder katholische Kirche vorhanden sein muss, kann man so ganz leicht evangelische Kirchen erkennen.

Exequien

(lat. = Begräbnisfeierlichkeiten) Totenmesse (Requiem) und Begräbnisfeier.

Exerzitien

(lat. exercitium = Übung) Einkehrtage, d.h. Tage geistlicher Übung, in denen man sich unter Anleitung eines Geistlichen mit Fragen des persönlichen religiösen Lebens beschäftigt.

Exsultet

Anfangswort des österlichen Lobgesangs, der am Anfang der Osternachtliturgie steht. Wird im Schein der gerade entzündeten Osterkerze vom Priester gesungen.

Fackelträger

siehe Zeroferare – Ministranten mit Kerzenleuchtern, die nur in besonders feierlichen Festgottesdiensten eingesetzt werden.

Farben, liturgische

In der Liturgie wechselt die Farbe von Messgewand und Stola und auch oft die Farbe der Ministrantengewänder. Weiß ist die Farbe der Freude und Festlichkeit, der Klarheit, Reinheit und des Lichts, deshalb wird sie in der Oster- und Weihnachtszeit und an einigen anderen Tagen verwendet. Rot ist die Farbe des Feuers, der Liebe und des Blutes, sie wird deshalb am Palmsonntag, Karfreitag, Pfingsten und Märtyrer- und Apostelfesten verwendet. Grün ist die Farbe der Hoffnung und wird im Jahreskreis an Sonn- und Wochentagen verwendet. Violett ist die Farbe der Umkehr und der Buße. Sie wird daher im Advent und in der Fastenzeit sowie bei Trauergottesdiensten verwendet. Schwarz ist die Farbe der Trauer. Sie kann beim Begräbnis benutzt werden.

Firmung

im Sakrament der Firmung schenkt Gott dem Menschen in besonderer Weise seinen Heiligen Geist; der Bischof oder sein Stellvertreter legt dem Firmling die Hände auf und salbt sie mit Chrisam, ähnlich wie bei der Taufe. Der Hl. Geist bewegt und verändert Menschen (er stärkt sie und hilft ihnen, so zu leben, wie es Jesus vorgelebt hat), wenn sie sich für ihn öffnen

Flambeau

(frz. = Fackel) Bezeichnung für die getragenen Kerzenleuchter. Fackelträger

Friedensgruß

Handreichung; er ist Teil der Messe und ist ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung mit seinen Nachbarn, der Umgebung

Fronleichnam

Fron=Herr; Leichnam = der lebendige Leib Das Fronleichnamsfest entstand auf dem Hintergrund, dass die Begegnung mit Christus weniger im Vollzug der Feier gesucht wurde, sondern im Schauen der eucharistischen Gestalten. Wenn heute die konsekrierte (geweihte) Hostie – allen sichtbar – in einem kostbaren Schaugerät, der Monstranz, mitgeführt wird, dann bezeugt die Gemeinde: „Mit uns zieht immer unser Gott, der uns als wanderndes Gottesvolk auf unserem Weg zur ewigen Stadt stärkt mit seinem Brot, das er selber ist.“ Ausgangspunkt der Prozession ist immer die Eucharistiefeier, Quelle der Liebe und der Einheit mit Christus, aber auch untereinander. Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi wird am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest (zweite Woche nach Pfingsten) begangen. Es wurde im Hochmittelalter durch Papst Urban IV. in das liturgische Jahr eingefügt (1264 n. Chr.). Eine Prozession an Fronleichnam ist erstmals für Köln bezeugt (zwischen 1274 und 1279 n. Chr.). Der Donnerstag als Festtag verweist auf den Gründonnerstag, als den Tag des Abschiedmahles Jesu bzw. der Einsetzung der Eucharistie. Texte und Lieder des Fronleichnamsfestes tragen die Handschrift des Theologen Thomas von Aquin, z. B. „Sakrament der Liebe Gottes“ (GL 542), Gottheit tief verborgen“ (GL 546), „Deinem Heiland, deinem Lehrer“ (GL 870, Diözöse Bamberg), etc.

Fürbitten

Teil einer Messe, sie beenden den Wortgottesdienst; wie der Name sagt, bitten die Christen dabei in erster Linie für andere. Der Lektor nennt die Anliegen, die meist vier große Bereiche umfassen: die Weltkirche; die Regierungen und ihre Arbeit; Menschen, die in Not sind; die eigene Gemeinde

Gaudete

(lat. = „Freut euch“) Bezeichnung für den dritten Adventssonntag

Gemeindereferent

siehe Pastoralreferent

Gloria

Erstes Wort des lateinischen Lobgesangs der Messe. Wird nur an Sonn- und Festtagen angestimmt. Beim ersten Gloria nach der Fastenzeit (in der es ausfällt) in der Osternacht, ist anhaltendes Läuten der Altarglocken durch die Ministranten üblich. Das gleiche kann auch beim Gloria der Abendmahlsmesse am Gründonnerstag geschehen, das zur besonderen Hervorhebung dieses Tages angestimmt wird.

Gotteslob

Im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitetes, einheitliches Gesangsbuch, das am Ende regionale Ergänzungen der Diözesen enthält.

Graduale

(lat. gradus = Stufe) Früher wurde der Gesang zwischen den Lesungen auf den Stufen zum Chorraum gesungen. Deshalb heißt dieser Gesang jetzt Responsorium graduale.

Gregorianischer Choral

Besonderer Kirchengesang. Der Überlieferung nach hat Papst Gregor I die Melodien des liturgischen Gesangs erstmals geordnet und ihnen damit diesen Namen gegeben.

Gründonnerstag

erster der drei österlichen Tage (Abendmahl, Kreuzestod und Auferstehung) die Abendmahlmesse feiern die Christen am Gründonnerstag, das ist der Donnerstag vor Ostersonntag, sie ist der Beginn des bedeutendsten christlichen Festes – Ostern Der Name Gründonnerstag leitet sich vom mittelhochdeutschen „gronan“ (= weinen) ab, das in den Worten grienen oder greinen heute noch lebendig ist. An diesem Tag wurden die Sünder, die Buße geleistet hatten (die „Weinenden“), wieder in die gottesdienstliche Gemeinde aufgenommen. Die Abendmahlsmesse ist vom Gedächtnis des Letzten Abendmahls Jesu (1 Kor 11,23-26) und von der Einsetzung der Eucharistie geprägt. Eine Besonderheit dieses Tages ist die Liturgie der Fußwaschung, die auf Jesu innerste Haltung hinweist: Zeichen seiner hingebenden Liebe. Bei Johannes steht der Bericht von der Fußwaschung (Joh. 13,1-15) an der Stelle des Abendmahlberichts der anderen Evangelien: Jesus macht in der Fußwaschung an seine Jünger deutlich, was das eucharistische Mahl bedeutet. Anteil haben an seiner Liebe. Daraus erwächst ein neues Gebot für die Gemeinde: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt (Joh 13, 34-35). Oder wie es später Augustinus formulierte: „Empfangt, was ihr seid: Leib Christi. Werdet, was ihr empfangt: Leib Christi.“

„Beim letzten Abendmahle,
die Nacht vor seinem Tod,
nahm Jesus in dem Saale,
Gott dankend Wein und Brot.
„Nehmt“, sprach er, „trinket, esset:
das ist mein Fleisch, mein Blut,
damit ihr nie vergesset,
was meine Liebe tut.
Dann ging er hin, zu sterben
aus liebevollem Sinn,
gab, Heil uns zu erwerben,
sich selbst zum Opfer hin.
(Gotteslob 537)

Halleluja

(hebräisch = Lobet den Herrn) Wörtlich aus dem Urtext der Psalmen übernommener Lobruf. In der Meßfeier hat es seinen Platz als österlichen Lobruf für den im Evangelium anwesenden Herrn. In der Fastenzeit wird das Halleluja nicht gesungen.

Händefalten

Bedeutet man zieht sich zurück, sammelt sich und denkt nach, um mit Gott zu sprechen oder „hinzuhören“

Händewaschung

(lat. Lavabo = ich wasche mich), das Waschen der Hände ist ein Zeichen für das innere Vorbereiten des Priesters. Der Priester spricht dabei: „Herr, wasche ab meine Schuld, von meinen Sünden mache mich rein.“

Hochgebet

großes Lob- und Dankgebet, Höhepunkt der Eucharistiefeier, von der Präfation bis zu Doxologie „Durch ihn und mit ihm …“

Homilie

(griech. = Auslegung) Predigt, die Ansprache des Seelsorgers im Wortgottesdienst aller liturgischen Feiern. Im engeren Sinn bezeichnet sie die Auslegung des vorher verlesenen Schriftwortes, während die Predigt sich auch mit anderen Bereichen der Verkündigung befassen kann.

Hos(i)anna

(griech. = sei hochgelobt) Jubelruf, der aus der Heiligen Schrift überliefert ist und eine besondere Rolle in den Berichten spielt, die am Palmsonntag vor der Palmprozession verlesen werden. Im Sanctus der Messe hat dieser Ruf einen festen Platz gefunden

Hostie

eucharistisches Brot des Altarsakraments, siehe auch Brot

Hostienschale

Schale mit eingelegten Hostien, sie werden darin zum Altar gebracht

Hymnus

(griech. = Lied) Lieddichtung ähnlich den Psalmen. In der Liturgie haben sie früher eine große Rolle gespielt. Heute sind nur noch wenige der alten Texte in Gebrauch, z.B. das Gloria oder das Te Deum als Hymnenübertragungen.

Inzensieren

beweihräuchern

Introitus

(lat. = Einzug) Eröffnungsgesang der Meßfeier.

Kanon

(griech. = Richtmaß) Hochgebet, das ‚Herzstück‘ der Eucharistiefeier. Er enthält den Einsetzungsbericht des Abendmahls und die Wandlungsworte. Zur Zeit gibt es 4 Hochgebete, dazu kommen noch besonders genehmigte Texte, wie etwa eigene Kinderhochgebete für den Kindergottesdienst.

Kantor

(lat. cantor = Sänger) Eigentlich trägt dieser Sänger nur die Antwortpsalme und Hallelujaverse der Messe vor, in manchen Gegenden wird aber auch der Organist so bezeichnet, obwohl dies verschieden musikalische Dienste sind.

Kaplan

(lat. capellanus = Hilfsgeistlicher) Bevor ein Geistlicher die Leitung einer eigenen Pfarrei übernimmt, arbeitet er sich unter der Anleitung eines Pfarrers als Kaplan in die Seelsorge ein. Man spricht in manchen Gegenden auch vom Vikar

Karfreitag

er ist vor allem ein Tag der Trauer und des Leids. Die Christen treffen sich nach Möglichkeit um 15.00 Uhr, der Todesstunde Jesu, um an das Leiden und Sterben des Herrn zu denken. An diesem Tag und am Karsamstag findet keine Messe statt. Die Liturgie besteht aus Wortgottesdienst, Kreuzverehrung und Kommunionfeier. Der Name Karfreitag kommt vom althochdeutschen kara (= Trauer, Klage). Morgens gehen Menschen Jesu letzte Wegstrecke nach: Die Kreuzweg-Erfahrungen Jesu damals sind oft auch unsere Kreuzweg-Erfahrungen heute. So dürfen wir in unserem Leid und unserer Ohnmacht Jesus begegnen. Jesus geht auch heute noch unsere „Kreuzwege“ mit! Der Höhepunkt des Karfreitags ist die Liturgie um 15.00 Uhr, der Todesstunde Jesu. Der Ablauf der Feier ist folgender:

  • Prostratio
    (Priester und Altardiener liegen ausgestreckt auf dem Boden und schweigen) und Eröffnungsgebet.
  • Wortgottesdienst
    (Lesungen:Jes.52,13-53,12; Hebr. 4,14-16; 5,7-9; Passion nach Johannes 18,1-19,42; Predigt; Grosse Fürbitten). 
    Der Evangelist Johannes zeigt wer dieser Jesus ist: Jesus ist der Erhöhte, der souverän die Stationen seines Leidens durchschreitet. Er ist der wahre König. Jesus nennt den Grund seiner Souveränität: „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt.“ (Joh 18,36).
  • Kreuzverehrung
    Die Feier ist geprägt vom Ruf der Kreuzerhebung: „Seht das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt.“ – „Kommt, lasset uns anbeten.“ Verehrt wird das Kreuz nicht als Zeichen der Schmach und Schande, sondern als Sinnbild für unser Heil und unsere Befreiung. Denn Gottes Liebe ist mächtiger als der Tod: „Dein Kreuz, o Herr, verehren wir, und deine heilige Auferstehung preisen wir: Denn siehe, durch das Holz des Kreuzes kam Freude in alle Welt.“

 

Karsamstag

Am Karsamstag gibt es keine liturgische Feier: Jesus ruht im Grab. „Er ist hinabgestiegen in das Reich des Todes“, wie wir es im Glaubensbekenntnis beten.

Karwoche

(lat. Kara = Trauer), auch Heilige Woche, Woche vor Ostern mit Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag

Kasel

Siehe Casel

Katechet

(griech. = Religionslehrer)

Katechumene

(griech. = Taufbewerber) Heute gibt es wieder, wie in frühchristlichen Zeiten, ältere Kinder und Erwachsene, die nicht getauft sind und erst nach einer Zeit der Unterweisung in allen Glaubensdingen getauft und in die Kirche aufgenommen werden.

Katechumenenöl

Hl. Öl, wird in Zusammenhang mit der Taufe verwendet

Kelch

für Wein und Wasser – das Blut Christi

Kelchtuch

Kleines weißes Tuch zum Säubern des Kelches nach der Kommunion

Kelchvelum

Ein Tuch, das meist der liturgischen Tagesfarbe angepasst ist und manchmal auch im selben Stoff und mit dem selben Muster wie das Messgewand gearbeitet wurde.

Kirchenjahr

Liturgisches Jahr, vom 1. Advent bis zum Christkönigsfest

Kirchenraum

Kirche, Gebäude in dem die Messe oder der Gottesdienst gefeiert wird

Kirchenpfleger

Vorsitzender der Kirchenverwaltung

Kirchenverwaltung

Von den volljährigen Mitglieder der Pfarrgemeinde gewähltes Gremium, der die Verwaltung der kirchlichen Gelder einer Pfarrei obliegen.

Klappern

Oder Ratschen, die statt der schweigenden Altarglocken von Gründonnerstagabend bis zur Osternacht die Menschen zur Kirche rufen

Kleriker

(lat. clerus = geistlicher Stand) Heute gehören Theologiestudenten mit der Diakonats-Weihe, sowie ständige Diakone zum Klerus, d.h. zum Kreis der fest von der Kirche für die Seelsorge Bestellten, die neben manchen Rechten auch besondere Pflichten übernehmen, z.B. die Verpflichtung zum Stundengebet (Brevier).

Knien/Kniebeuge

Ausdruck des Sich-Kleinmachens vor Gott, Anerkennen der unendlichen Größe Gottes, ein Gebet ohne Worte

Kollekte

(lat. collectus = das Gesammelte) Geldsammlung für kirchliche Aufgaben. Es ist heute üblich, während der sonntäglichen Meßfeier die Geldspenden der Gläubigen einzusammeln. In unserer Pfarrei gibt es dazu einen eigenen Ministrantendienst, den Sammler. Eine Kollekte ist meist zweckgebunden, z.B. Adveniat, Misereror, etc.

Kommunion

= Gemeinschaft, in der Kommunion haben die Menschen eine ganz enge Gemeinschaft mit Jesus, d.h. der Mensch wird durch den Kommunionempfang ganz eins mit Jesus und durch seine Liebe zu den Menschen auch ganz eng miteinander verbunden

Kommunionhelfer/innen

teilen die Kommunion (Hostie) aus

Komplet

(lat. completorium = Abschlußgebet) Gemeinschaftliches Nachtgebet am Ende des Tages. Gehört zu den Gebetsstunden des Breviers.

Konsekration

(lat. = Weihung) Gegenstände, die mit dem Allerheiligsten in Berührung kommen, werden nicht nur gesegnet (Benediktion), sondern konsekriert (geweiht): Altar, Kelch und anderes. Die Gaben von Brot und Wein werden in der Messe konsekriert, wobei besonders die Worte Jesu im Abendmahlsbericht als Wandlungsworte angesehen werden. Konsekrierte Hostien nennt man eucharistisches Brot, das im Tabernakel zur Kommunionausteilung aufbewahrt wird.

Konzelebration

(lat. = zusammenfeiern) Gemeinschaftliche Feier des Messopfers durch mehrere Priester. Die Teile des Hochgebets werden dabei auf die Zelebranten aufgeteilt.

Korporale

(lat. corpus = Leib) Name für ein quadratisches Leinentuch, das bei der Gabenbereitung auf dem Altar ausgebreitet wird, bevor man die eucharistischen Gaben darauf stellt. Da es später den Leib des Herrn trägt, wird es nicht wie ein gewöhnliches Tuch behandelt, sondern mit besonderer aufbewahrt.

Krankensalbung

Das Sakrament der Krankensalbung soll Schwerkranken beistehen, ihn stärken und ihm Trost und Hoffnung schenken. Diese Kraft durch den Heiligen Geist spricht der Priester dem Kranken in den begleitenden Gebeten zu. Es erfolgt eine Salbung mit Öl. Früher häufig fälschlich mit „letzter Ölung“ bezeichnet.

Kredenz

auch Gabentisch genannt – Der Tisch, auf dem Kelch und Schalen (mit den unkonsekrierten Hostien) die Kännchen mit Wein und Wasser, sowie Lavabogefäß und Tuch vor der Gabenbereitung abgestellt werden.

Kreuz

Zeichen für Christus, Zeichen der Erlösung des Menschen

Kreuzwegandacht

In der Fastenzeit, aber vor allem in der Karwoche, der Woche vor Ostern, treffen sich die Gläubigen in der Kirche zum Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu. Die einzelnen Kreuzwegstationen sind im Gotteslob Nr. 775 nachzulesen.

Kreuzwegstationen

Seit einigen Jahrhunderten gedenken Christen anhand dieser 14 Stationen des Leidens und Sterbens Jesu. In vielen Kirchen hängen an den Wänden Bilder der Kreuzwegstationen. Auch an Wegen entlang sind Stationen aufgebaut, die die Gläubigen dann betend von einer Station zur anderen gehen.

Kreuzzeichen

Das Kreuz ist das Zeichen der Erlösung der Menschen. Wenn Christen beten beginnen sie mit dem Kreuzzeichen, und zum Abschluss bekreuzigen sie sich ebenfalls. Auch beim Betreten einer Kirche machen sie ein Kreuzzeichen. Mit dem Kreuzzeichen stellt sich der Mensch unter den Schutz „des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“, beim langsamen Kreuzzeichen wird der Mensch vom Kreuz umfasst.

Krippe

Advents- und Weihnachtsbrauch, der hl. Franz von Assisi hat im Jahre 1232 in einer Höhle in Greccio in Italien eine Krippe gebaut. Die Menschen, von denen damals nur wenige lesen konnten, hatten so die Möglichkeit, die Weihnachtsgeschichte anzuschauen und zu erfassen, was die Bibel über die Heilige Nacht erzählt

Kruzifer

(lat. ferre crucem = Kreuzträger) In feierlichen Gottesdiensten hat dieser Mmistrant die Aufgabe, das Vortragekreuz zu tragen.

Krypta

Griech. Name für einen unterirdischen Gottesdienstraum in rnittelalterlichen Kirchen. Zuweilen wurde die Krvpta auch zur Bestattung von besonders verehrten Toten genutzt (z.B. Bischöfen).

Küster

siehe Mesner

Kyrie

(griech. lrvrios = der Herr) Dabei handelt es sich nicht allein um einen Erbarmungsruf (Herr, erbarme dich!), sondern auch um einen Huldigungsruf gegenüber einem mächtigen Herrscher. In der Liturgie wird er auf Christus angewandt und hat seinen Platz als selbständiger Gesangsteil nach dem Schuldbekenntnis.

Laetare

(lat. = Freue dich), vierter Sonntag in der österlichen Bußzeit

Laie

(griech. laos = Volk) Der Laie im kirchlichen Sprachgebrauch gehört zum Volk Gottes, aber nicht zu seinen Amtsträgern. Im Unterschied zu den Klerikern hat er also durch die Taufe zwar teil am ‚allgemeinen Priestertum‘ aller Gläubigen, nicht aber weitergehende Vollmachten, die dem Klerus, dem geweihten geistlichen Stand vorbehalten sind.

Lamm Gottes

siehe Agnus Dei

Laudes

(lat. laus = Lob) Kirchliche Morgengebet, Teil des kirchlichen Stundengebets (Brevier).

Lavabotuch

(lat. lavabo = ich wasche mich) Handtuch, mit dem nach der Händewaschung (mit dem Lavabogefäß) die Finger des Priesters getrocknet werden.

Lektionar

(lat. lectio = Lesung) Enthält die Evangelien und Lesungen, die in allen Meßfeiem des Jahres und im Wechsel einer dreijährigen – Leseiahr A,B,C (für den Sonntag) bzw. zweijährigen (für den Werktag) Leseordnung gebraucht werden. Aus praktischen Gründen ist das Lektionar auf verschiedene Bände aufgeteilt, die durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet wurden. Das Lektionar wird also bei allen Liturgiefeiem mit einem Wortgottesdienst benötigt.

Lektor

(lat. lector = Vorleser) Hat die Aufgabe, die Lesungen des Wortgottesdienstes vom Ambo aus vorzutragen.

Lesung

Im Mittelpunkt des ersten Hauptteils der Messe steht das Wort Gottes. Die erste Lesung ist aus dem Alten Testament oder der Apostelgeschichte entnommen. In der zweiten Lesung wird ein Text aus den Briefen des Neuen Testamentes vorgetragen. Dabei gibt es bestimmte Regeln, was an welchem Sonntag oder Fest vorgelesen wird.

Letzte Ölung

veralteter und falscher Begriff für das Sakrament der Krankensalbung

Leuchter

Siehe Fackelträger, Zeroferar

Liturgie

(griech. leiturgia = Dienst des Volkes) Der Dienst vor Gott, der Gottesdienst. Dabei meint mm alle offiziellen Formen des Gottesdienstes, nicht allein die Meßfeier. Soweit der Gottesdienst mit bestimmten Gebeten, Texten, Elementen festgelegt ist und soweit es eine bestimmte Ordnung für Gewänder, Geräte, Kalender etc. zu beachten gibt, setzt man die Bezeichnung ‚liturgisch‘ vor solche Begriffe.

Lumen Christi

(= Christus, das Licht) in der Osternacht schreitet der Priester mit der neu entzündeten Osterkerze langsam durch die noch dunkle Kirche zum Altar und ruft dreimal „Lumen Christi“. Die Gemeinde antwortet jeweils mit „Deo gratias“, d.h. Dank sei Gott

Lunula

(lat. luna = Mond) Der kleine halbförmigc Halter für die große Hostie, die in die Monstranz gestellt wird

Magnificat

Anfangswort des Lobgesangs Mariens, wie ihn das Neue Testament überliefert. Es nimmt unter den Gesangstexten der Liturgie einen Ehrenplatz ein, besonders in der Vesper.

Maiandacht

Im Mai wird in vielen kath. Gemeinden in besonderer Weise an Maria gedacht. Am besonders mit Blumen und Kerzen geschmücktem Marienaltar wird in Gebeten und Liedern Maria als Mutter Jesu geehrt.

Maria

Die Mutter Jesu, in fast allen katholischen Kirchen findet man eine Marienfigur. Ein besonderes Gebet zu Maria ist der Rosenkranz.

Marienfeste

Im Laufe des Jahres gibt es verschiedene Marienfeste: Hochfest der Gottesmutter Maria am 1. Januar, Mariä Aufnahme in den Himmel am 15. August.

Mesner

Ist u.a. für die Sauberhaltung der Kirche, ihre ordnungsgemäße Schließung, für das Läuten, für die Instandhaltung der Paramente und zur Hilfestellung bei der organisatorischen Vorbereitung der Gottesdienste angestellt.

Messbuch

siehe Missale

Messdiener

(lat. ministrare = dienen) Ministrant, Diener in der kath. Kirche

Messe

Die Messe (Messfeier) ist für Christen etwas ganz besonderes, wichtiges. Sie beinhaltet die Feier des Abendmahls. Die Messfeier hat einen bestimmten Ablauf, sie teilt sich in vier große Teile, die Eröffnung, den Wortgottesdienst, die Eucharistiefeier und die Entlassung. Am Tag der Auferstehung, dem Sonntag, wird daher immer eine Messe gefeiert.

Messgewand

siehe Albe

Messintention

(lat. intentio = Absicht) In den Gebeten der Messe sind an einigen Stellen Möglichkeiten gegeben, persönliche Anliegen vor Gott zu tragen. Der Priester wählt selbst eine Intention oder es werden von den Gläubigen solche Anliegen an ihn herangetragen (z.B. zum Gedenken an Verstorbene).

Messstipendium

(lat. stipendium = Abgabe) Kleine Abgabe für die Annahme der Messintention. Früher trug dies zum Lebensunterhalt des Priesters bei, heute wird es für andere wohltätige Zwecke verwendet.

Mette

(lat. matutinus = frühmorgens) Nachtgebetszeit des kirchlichen Stundengebets, eine liturgische Feier in der Nacht oder am frühen Morgen. Daher spricht man auch heute noch von der Weinnachtsmette.

Ministrant

Diener in der kath. Kirche, auch Messdiener genannt

Missale

(lat. missa = Meßfeier) Messbuch, das die liturgischen Texte für die Messfeier beinhaltet. Seit der Neuordnung der Liturgie enthält es allerdings nicht mehr die Lesungstexte, die im Lektionar zu finden sind. Das Missale ist in zwei Bände (rot Sonn- & Feiertage, blau = Werktage) aufgeteilt. Es gibt auch eine Kleindruckausgabe (grün) in einem Band.

Mitra

Liturgische Kopfbedeckung des Bischofs/Abts bei Messen und anderen feierlichen Gelegenheiten. Er trägt dazu den Krurnmstab. Beides soll sein Hirtenamt in der Kirche verdeutlichen.

Monstranz

(lat. monstrare = zeigen) Liturgisches Gerät, in dem etwas zur Verehrung durch die Gläubigen ‚ausgesetzt‘, also gezeigt werden kann. Im Mittelalter waren es Reliquien. Heute zeigt man in der Monstranz nur noch das Allerheiligste das eucharistische Brot des Altarsakramentes (=Hostie) z.B. bei der Fronleichnams-Prozession oder während besonderer Gebetsstunden (z.B. zum Ende der Maiandacht).

Navikular

(lat. naviculum = Schiffchen) Das Gefäß, in dem die Weihrauchkörner aufbewahrt werden, nennt man Schiffchen. Nach seinem lateinischen Namen heißt derjenige Ministrant, der es trägt, Navikular.

Novene

(lat. novem = neun) Nach der Heiligen Schrift verharrten Maria und die Apostel während der 9 Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten im Gebet. Deshalb feiert man diesen Zeitraum auch heute noch mit besonderen Gebeten.

NT

Abkürzung für Neues Testament, Teil der Bibel

Nunc dimittis

Lateinische Anfangsworte des Lobgesangs des Simeon (Gotteslob 90,2 und 700,3). Wird in der Komplet und bei Begräbnissfeiern gebetet.

Offertorium

(lat. offerre = herbeitragen) Gabenbereitung

Ökumene

(griech. oikumene = allumfassend) Bewegung innerhalb aller christlichen Kirchen, die versucht, die Grenzen und Hindernisse zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften und Konfessionen abzubauen.

Oktav

(lat. octo = acht) Die 8 auf Weihnachten und Ostern folgenden Tage.

Oration

(lat. oratio = Gebet) Liturgischen Gebete. In der Meßfeier gibt es das Tages-, Gaben- und Schlußgebet.

Ordinarium

(lat. ordinarius = gewöhnlich) Sammelbezeichung für die unveränderlich bleibenden Gesangsteile der Messe: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei.

Organist

siehe Kantor, Spielt die Orgel und ist für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes verantwortlich

Orgelbuch

und Kantorenbuch für Organist und Kantor

Ornat

Feierliche Amtskleidung

Osterfestkreis

Die Zeit zwischen Aschermittwoch und Pfingstsonntag, mit den heiligen Tagen Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern im Mittelpunkt

Osterfeuer

In der Osternacht erhalten die Gläubigen am Eingang der Kirche eine Kerze, und in vielen Gemeinden brennt ein Osterfeuer, an dem dann die Osterkerze, als Zeichen des auferstandenen Christus entzündet wird. In der Lichterfeier, dem ersten Teil der Osterfeier, werden dann von der Osterkerze ausgehend die Kerzen der Gläubigen entzündet.

Ostern

Halleluja, Jesus ist auferstanden – deshalb wird in jedem Gottesdienst von Ostern bis Pfingsten das „Halleluja“ gebetet und gesunden. Ostern ist das höchste und wichtigste Fest der Christenheit, nicht Weihnachten, wie häufig vermutet. Ostern – Hochfest der Auferstehung des Herrn Ostern ist das älteste aller christlichen Feste. „Es ist das Fest der Feste, die Feier der Feiern. Es überstrahlt alle Feste, die für Christus gefeiert werden, wie die Sonne die Sterne überstrahlt.“ (Gregor von Nazianz) Die Feier der Osternacht ist eine Nachtfeier, in der der Übergang vom Tod zum Leben gefeiert wird, von der Klage zum Tanz, von der Trauer zur Freude: Gott hat seinen Sohn aus der Tiefe und dem Reich des Todes herausgeholt. Die Ostersonne, Jesus Christus, geht auf („das neue Morgenrot erglüht…“) und überstrahlt (schon jetzt) all unsere Dunkelheiten, Ängste und Sorgen. Dafür dürfen wir Gott singen und spielen, wir dürfen fröhlich sein und seinen heiligen Namen preisen – Halleluja! All die schönen Osterlieder besingen immer wieder dieses Festgeheimnis in Freude und Jubel – und das hat auch einen Grund: „Zum Leben werden wir erstehn, freu dich und singe! Und unsern Heiland ewig sehn, alleluja! Sing fröhlich alleluja!

Osternacht

Die Feier der Osternacht gliedert sich in vier Teile (Lichtfeier, Wortgottesdienst, Tauffeier, Eucharistiefeier):

  • Lichtfeier
    In der Lichtfeier werden das Osterfeuer und die Osterkerze gesegnet. Anschließend wird die Osterkerze in die Kirche getragen. Jesus Christus, gestern und heute, Anfang und Ende, Alpha und Omega, ist das Licht und vertreibt die Dunkelheit des Todes. Das Exsultet besingt nochmals diese heilige Nacht, in der das große Heilswirken Gottes von der Befreiung des auserwählten Volkes aus der Knechtschaft in Ägypten bis zur Auferstehung Christi in Erinnerung gerufen wird.
  • Wortgottesdienst
    Im Wortgottesdienst wird die ganze Geschichte des Heils von der Erschaffung der Welt bis zum Evangelium von der Auferstehung verkündet: Christus ist erstanden, Halleluja. Er ist den Jüngern erschienen, Halleluja.
  • Tauffeier
    Die Tauffeier besteht, je nach Umständen, aus drei Teilen: Segnung des Taufwassers, Spendung der Taufe und Erneuerung des Taufversprechens. Taufe und Ostern sind eng miteinander verbunden, denn seit dem 3./4. Jahrhundert ist Ostern der Tauftag der Frühen Kirche. In der Taufe wird der Mensch mit hineingenommen in das österliche Geheimnis des Todes und der Aufweckung Jesu Christi. Das liebende „Ja“ Gottes zum Menschen wird erwidert in der Erneuerung des Taufversprechens: „Ja, ich widersage. Ja, ich glaube“.
  • Eucharistiefeier
    Nun kann die festliche Eucharistiefeier beginnen, die alles zusammenfasst. Die Gemeinde versteht sich als gerettete Heilsgemeinde, die Anteil erhält am Pascha-Mysterium, des Übergangs vom Dunkel zum Licht, vom Tod zur Auferstehung, von der Todverfallenheit zum ewigen Leben.

 

Ostervirgil

Gottesdienst in der Osternacht

Osterzeit

Sie ist eine der ältersten Bausteine des Kirchenjahres und reicht von der Osternacht bis Pfingsten. Man feiert Ostern nicht nur ein oder zwei Tage, sondern 7 mal 7 Tage. So groß ist das Fest. Während der ganzen Osterzeit brennt in jedem Gottesdienst die Osterkerze. Nach Pfingsten normalerweise nur noch bei einer Taufe oder Beerdigung. 50 Tage dauert die Osterzeit. Diese Zeit ist mit einem Weg zu vergleichen: Auf diesem Weg („Auferstehungsweg“) darf sich das Geheimnis des Osterfestes und die Freude über den Auferstandenen (in uns) entfalten. In den Lesungen erfährt die Sonntagsgemeinde vom Leben, Zeugnis und Wachstum der Urkirche (Apostelgeschichte). Die Osterevangelien (Lukas bzw. Johannes) erzählen von Begegnungen des Auferstandenen mit seinen Jüngern: „Jesus ist auferstandenen und erschienen“. Abschnitte aus der Hirtenrede und den Abschiedsreden Jesu prägen die letzten Sonntage vor Pfingsten.

Palla

Quadratisches, festes Leintuch, mit dem der Kelch bedeckt wird Ursprünglich war die Palla ein Teil des Korporale, wurde aber später von diesem abgetrennt.

Palmsonntag

Der Palmsonntag, Sonntag vor Ostern, steht am Beginn der Karwoche. An diesem Tag gedenken wir des Einzugs Jesu in Jerusalem (Joh. 12,12-16) und seiner Passion (Mk 14,1-15,47). So wie Jesus damals in Jerusalem einzog und als König gefeiert wurde, so ziehen wir (nach der Segnung der Palmzweige) mit Palmzweigen in die Kirche ein. Wir bekunden öffentlich: Jesus Christus ist unser König. Ihm wollen wir in Glaube und Liebe folgen. Das geschmückte Vortragekreuz führt die Palmprozession an, ein Hinweis darauf, dass die Stimmung in Jerusalem damals umschlug. Tage später schrien die gleichen Leute, die Jesus freundlich begrüßten: „Ans Kreuz mit ihm“. Wir wissen, der Triumphzug endete erbärmlich am Holz des Kreuzes. Auch die Nachfolge Jesu kann manchmal sehr mühsam sein. Der Wortgottesdienst greift den Leidensweg des Herrn auf: Je nach Lesejahr wird die Passion nach Matthäus (A), Markus (B) und Lukas (C) gelesen. Der Tod Jesu und das Begräbnis schließen die Passion ab. Die Atmosphäre des Gottesdienstes liegt in einer gewissen Spannung zwischen Leben, Tod und österlicher Auferstehungsfreude. Gebete (euch. Hochgebet) und Lieder (Hosanna-Rufe) sind ein Beleg dafür.

Paramente

Liturgischen Kleidungsstücke und Altartücher, die den Gottesdienst von anderen Versammlungen abheben soll.

Passion

(lat. passio = Leiden) Das Leiden und der Tod Christi. Sie wird zunächst am Palrnsonntag und abschließend am Karfreitag anstelle des Evangeliums mit verteilten Rollen gelesen.

Pastoralreferent und Gemeindereferent

Arbeitet in vielen Bereichen der Gemeinde mit und kann in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sein oder in der Sakramentvorbereitung, z.B. Erstkommunion, Firmung usw.; Krankenbesuche, Gesprächsgruppen und Mitwirkung im Gottesdienst können ebenfalls zu den Aufgaben gehören

Patene

(lat. paratus = zubereitet) Dient heute dazu, die Hostie des Priesters aufzunehmen. Sie wird deshalb mit dem Kelch zusammen für die Feier bereit gehalten, vergoldeter Teller für eucharistisches Brot

Pater noster

(lat. = Vater unser) Lateinische Anfangsworte des Vater Unsers.

Patron

(lat. patronus = Schutzherr) Mit der Namengebung bei der Taufe sollte jedes Kind normalerweise einen Schutz- oder Namensheiligen erhalten, den Schutzpatron. Auch Kirchen werden auf den Namen eines Heiligen geweiht, er ist der Patron der Kirche und Pfarrgemeinde.

Patrozinium

Festfeier der Schutzheiligen einer Kirche und Pfarrei. Bei uns ist das Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes.

Perikope

Abschnitt aus der Heiligen Schrift

Pfarrer

Priester, der eine Gemeinde leitet. Er ist für die Seelsorge und die Sakramentsspendung verantwortlich und nebenher noch „Manager“ der Gemeinde. Kaplan und Diakon können ihm dabei helfen. Weitere Mitarbeiter sind Gemeinde- oder Pastoralreferenten und ev. eine Pfarrsekretärin.

Pfarrgemeinderat

Von den Mitgliedern der Pfarrei gewähltes Gremium, dem auch die hauptamtlichen Mitarbeiter der Pfarrei angehören. Es kümmert sich in verschiedenen Ausschüssen um die pastorale Arbeit und das Gemeindeleben in der Pfarrei.

Pfingsten

Am 50. Tag nach Ostern (=Pentekoste, griech.) feiert die Kirche das Pfingstfest. Es nimmt die Sendung des Heiligen Geistes in den Blick (Apg 2, 1-11). Gleichzeitig rundet das Fest die Osterzeit ab (Joh 20,19-23): „Jesus Christus, der Auferstandene, lebt. ER sendet uns seinen heiligen, lebendig machenden Geist, der uns befähigt, in ihm und aus ihm zu leben Halleluja.“ Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche. Durch die Herabkunft des Heiligen Geistes finden die Jünger Mut, an die Öffentlichkeit zu gehen und von ihren Erfahrungen mit dem Auferstandenen zu berichten. Viele Menschen schließen sich ihnen an, es entstehen erste Gemeinden, in denen sich christliches Leben entwickelt. Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Der Geist ist es, der große Kraft und vielfältige Gaben schenkt. Paulus spricht von den vielfältigen Gnadengaben, die alle von einem Geist durchdrungen sind, vom Geist Jesu Christi. Diese Gaben, Fähigkeiten und Eigenschaften werden dem einzelnen gegeben, damit er anderen nutzen kann (vgl. 1 Kor 12,4-11). Über all diese Gnadengabe setzt Paulus die Liebe. (1 Kor 13).

Pfingstnovene

„Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.“ Die Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten sollen in Anlehnung an Apg. 1,14 auf die Herabkunft des heiligen Geistes vorbereiten: „Sie alle (die Apostel) verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.“ Die kirchliche Tradition kennt sieben Gaben des heiligen Geistes, um die die versammelte Gemeinde bittet: der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Wissenschaft und der Frömmigkeit und der Geist der Gottesfurcht.

Pluviale

(auch Rauch- oder Chormantel) Das liturgische Obergewand des Priesters bei kirchlichen Handlungen außerhalb der Meßfeier, z.B. Segnungen, Taufe, Trauung, Andachten.

Priester

Er ist der vom Bischof geweihte (Sakrament der Weihe) Nachfolger der Apostel (wie der Bischof selbst auch) Er leitet die Messe. Es gibt drei Stufen der Weihe – Diakon, Priester, Bischof.

Pontifikalmesse

(lat. pontifex = Hoherpriester) Meßfeiern, die ein Bischof oder Abt zelebriert. Sie unterscheiden sich im Ablauf kaum von anderen Meßfeiern, jedoch sind für die Ministranten einige Änderungen zu beachten. So wird auch ein Mitra- und Stabträger gebraucht.

Präfation

(lat. = Vorrede) Leitet den Kanon, das Hochgebet der Meßfeier, ein. In diese Danksagung und den Lobpreis fällt die Gemeinde mit dem gemeinsam gesungenen Sanctus ein.

Predigt

In der Predigt spricht der Priester, Kaplan oder Diakon über das, was vorher in den Lesungen und aus dem Evangelium, also aus der Bibel, gelesen wurde und darüber, was es für das Leben des Christen bedeutet.

Primiz

(lat. primitus = erstmals) Feier der ersten Messe, die ein Neupriester (meist in der Heirnatpfarrei) nach seiner Priesterweihe feiert, und der dazugehöriger Feierlichkeiten. Nach der Primizrnesse spendet der Neupriester allen Gläubigen der Primizsegen, seinen Erstlingssegen.

Prozession

Es ist eigentlich ein Gehen, aber gleichzeitig ein Zeichen, das der Christ unterwegs ist. An Fronleichnahm begleiten die kath. Christen den Priester, der den Leib des Herrn durch die Straßen trägt.

Psalmen

Teil des Alten Testaments. Die 150 Psalmen sind eigentlich Lieder, die heute von Christen besonders im Stundengebet gebetet oder gesungen werden.

Purifizierung

Reinigung der liturgischen Gefäße.

Pyxis

Dort werden konsekrierte Hostien aufbewahrt, die zu den Kranken getragen werden sollen. Es ist eine Art Tellerchen mit einem verschraubbaren Behälter für eine oder mehrere Hostien.

Quatemberwochen

(lat. quatuor tempora = die vier Zeiten) Ursprünglich vier Wochen eines Jahres, die an die vier Jahreszeiten erinnern sollten und besondere Bitt- und Erntedanktage waren. Heute sind dies die erste Advents- und Fastenzeitwoche, die Woche vor Pfingsten und die erste Oktoberwoche.

Rauchfass

siehe Weihrauchfass

Reliquien

(lat. reliquiae = Uberreste) Sterbliche Überresten vor Heiligen und Gegenständen, die mit ihnen zu tun hatten. Sie werden gewissermaßen in Stellvertretung der Heiligen von den Gläubigen verehrt. Der Brauch früherer Jahrhunderte, über den Gräbern großer Heiliger Kirchen zu errichten (etwa St. Peter in Rom), wird heute noch fortgeführt durch die Einlassung kleiner Reliquien in di~ Altäre unserer Kirchen. Damit soll der innere Zusammenhang zwischen der Kirche der Heiligen und der noch nicht vollendeten Kirche der Irdischen unterstrichen werden.

Region

Zusammenfassung mehrerer Dekanate. Die Region Augsburg umfasst 9 Dekanate: Aichach, Augsburg-Mitte, A-Ost, A-Süd, A-West, Dinkelseherben, Friedberg, Meitingen und Schwabmünchen.

Rendant

So wird in manchen Gegenden der Kirchenpfleger genannt.

Requiem

(lat. requiem aetemam = ewige Ruhe) Erstes Wort des lntroitus der Totenmesse. Danach nennt man die ganze Meßfeier Requiem.

Responsorium

(lat. = Antwortgesang) Wechselgesänge zwischen Vorsänger und Gemeinde.

Rituale

(lat. ritus = religiöser Brauch) Ritusbuch, das die für eine liturgische Feier festgelegten Abläufe, die notwendigen Texte und sonstigen Elemente enthält. Mit der Neuordnung der Liturgie wurde es abgeschafft. Statt dessen ist für die Feier jedes Sakrarnents und für die Feier des Begräbnisses ein eigenes Rituale vorhanden. Zu Segnungen und Weihen wird das Benediktionale gebraucht.

Rochet

Chorrock

Roratemesse

(lat. rorate = tauet auf) Im Kerzenschein gefeierte Messe im Advent, die nach dem Beginn des lateinischen Eröffnungsgesangs einer solchen Messe benannt ist: ‚Roate caeli…‘ dt. ‚Tauet, Himmel, den Gerechten‘. Dieser Brauch ist nur im deutschsprachigen Raum bekannt.

Rosenkranz

Ist eine besondere Gebetsschnur mit einem Kreuz, auf der fünf mal zehn Perlen aufgereiht sind. Während man mit den Fingern von Perle zu Perle gleitet, betet man. Der Rosenkranz hat fünf „Gesätze“. Gesätz nennt man einen der Abschnitte mit zehn „Gegrüßet seist du, Maria“

Rosenkranzgebet

Ein besonderes Gebet zu Maria, der Mutter Jesu, ist der Rosenkranz, der mit Hilfe der Gebetsschnur gebetet wird. Zu Beginn nimmt man das Kreuz in die Hand und betet das Glaubensbekenntnis. Bei der großen Perle betet man das „Vater unser“, bei den kleinen Perlen ein „Gegrüßet seist du, Maria“. In den folgenden fünf Gesätzen wird ein anderes „Geheimnis“ aus dem Leben Jesu genannt und in das Gebet eingeflochten. Siehe Gotteslob Nr. 33 – es gibt fünf freudenreiche Geheimnisse (aus dem Weihnachtsfestkreis), fünf schmerzhafte Geheimnisse (aus der Passion) und fünf glorreiche Geheimnisse (aus der Osterzeit).

Rubrik

(lat. = Rötel) Die im Gegensatz zum Text rot geschriebenen Titel und Inhaltsangaben in den liturgischen Büchern.

Sakramentalien

Gottesdienstliche Zeichen wie Segnungen, Weihen usw., die nicht zu den Sakramenten zählen

Sakramente

Die kath. Kirche kennt sieben Sakramente (besondere Zeichen, heilige Zeichen): Sakrament der Taufe, Sakrament der Firmung, Sakrament der Eucharistie, Sakrament der Buße oder Versöhnung, Sakrament der Krankensalbung, Sakrament der Weihe und Sakrament der Ehe

Sakristan

siehe Mesner, Küster

Sakristei

Raum, indem sich der Priester vor der Messe umzieht und indem sämtliche Gegenstände für den Gottesdienst aufbewahrt werden.

Sanctus

Anfangswort des Lobrufs innerhalb des Hochgebets (Kanon), in das die Präfation mündet. Soll von der ganzen Gemeinde gesungen werden, damit stimmt die Kirche in den Lobgesang der himmlischen Heerscharen ein.

Schiffchen

siehe Navikular

Schola

(lat. schola cantorum = Sängerschule) Einstimmig singende Sängergruppe bei der Gestaltung der Liturgie. Sie singt deutsche und lateinische Gesänge, meist im Wechsel mit der Gemeinde.

Schott

Zusammenfassung von Lektionar und Meßbuch (Missale) in handlicher Form, so dass man alle Texte, die im Gottesdienst Verwendung finden, zur Hand hat. Es ihn als Sonntags-Schott in verschiedenen Ausgaben (Lesejahr A,B,C) und als Werktags-Schott in 2 Bänden. In diesen Ausgaben findet man außerdem sehr viele Meditationstexte und Gebete.

Schuldbekenntnis

Es ist Teil der Eröffnung einer Messe und dient als Vorbereitung für den Empfang der Eucharistie. Die Christen überlegen, was sie an den vergangenen Tagen falsch gemacht oder versäumt haben und bitten Gott um Verzeihung. „Ich bekenne Gott dem Allmächtigen…“

Sedilien

(lat. sedile = Stuhl) Priestersitz und die Sitze für die übrigen Ministranten.

Segen

siehe Benediktionale, Benediktion

Sitzen

Im Gottesdienst ist es die Haltung des Nachdenkens und Überlegens, der Besinnung und vor allem des Zuhörens.

Sonntag

Jeder Sonntag ist wie ein kleines Osterfest. Die sonntägliche Feier von Jesu Auferstehung ist das älterste Fest der Christen überhaupt.

Soutane

Durcbgehendes, mantelartiges, schwarzes Gewand mit 33 Knöpfen (für jedes Lebensjahr Jesu einer), das früher stets vom Geistlichen getragen wurde.

Stehen

Im Gottesdienst stehen, bedeutet stehen vor Gott. Man seht nicht nur so rum, sondern es ist eine Haltung der Aufmerksamkeit. Stehen bedeutet: Ich bin bereit. Wer steht, der kann sofort auf und davon gehen und einen Auftrag ausführen. Der Gottesdienst wird stehend begonnen und beendet. Man steht beim Evangelium und bei verschiedenen Gebeten des Priesters, vor allem aber bei der Präfation und dem Vaterunser. Auch bei Gloria, Halleluja und Sanctus wird gestanden.

Sternsingen

Dreikönigsfest, Hl. Drei König, Epiphanie – Erscheinung des Herrn, Fest am 6. Januar – im Evangelium des Tages wird von den drei Weisen berichtet, die sich aufmachten, um den Herrn der Welt Gaben zu bringen und ihm zu huldigen. Heute sammeln Sternsinger, d.h. Kinder und Jugendliche, an diesem Tag für notleidende Kinder in der Welt, indem sie von Haus zu Haus gehen und den Segen aussprechen.

Stola

(lat. = Schärpe) Schärpe, die das eigentliche Zeichen der priesterlichen Vollmacht ist. Sie wird daher vom Bischof wie vom Priester bei allen Amtshandlungen getragen, auch wenn sonst keine liturgische Kleidung erforderlich ist (z.B. bei der Beichte). Vom Priester wird sie über beide Schultern herabhängend getragen. Der Diakon trägt sie in anderer Tragweise, so daß der Unterschied erkennbar ist. Auch für die Stola gelten die unterschiedlichen liturgischen Farben.

Stundengebet

Setzt sich aus Morgengebet (Laudes), Abendgebet (Vesper) und Gebet zum Tagesschluss (Kompet) zusammen. Es wird heute nur noch von Priestern oder in vielen Klöstern gebetet. Gotteslob ab 672

Tabernakel

(lat. tabernacula = Zelt) Ort, der zur Aufbewahrung des eucharistischen Brotes dient. Davor oder darüber brennt das ,Ewige Licht.

Tagesgebet

Schluss des Eröffnungsteils der Messe. Es wird vom Priester gesprochen.

Talar

Ebenso wie die Soutane ein norrnalerweise durchgehendes Gewand, das der Mesner oder die Ministranten in der jeweiligen liturgischen Farbe zur Messe tragen. Darüber kommt der Chorrock.

Tantum ergo

(lat. = Sakrament der Liebe Gottes, Gotteslob Nr. 541) In einer eucharistischen Andacht (Aussetzung der Hostie in der Monstranz) wird der sakramentale Segen gespendet. Statt wie im Gottesdienst mit der Hand, segnet der Priester (oder Diakon) die Anwesenden mit der großen Hostie in der Monstranz. Vor dem Segen wird das „Tantum ergo“ gesungen.

Tarsicius

Patron der Ministrantinnen und Ministranten (Gedenktag am 15. August)

Taufbrunnen/Taufstein

Hier versammeln sich die Angehörigen mit dem Täufling zur Taufe. Nicht in jeder Kirche vorhanden.

Taufe

Die Taufe ist das erste Sakrament. Sie nimmt den Menschen in die Gemeinschaft der Christen auf. Ohne Taufe keine Erstkommunion. Taufen werden in der Regel an einem Sonntag gespendet, denn es ist der Tag der Auferstehung Christi. Zu Taufe wird verwendet: Taufkerze, Taufkleid, Chrisam, und Wasser.

Taufe des Herrn

Am Sonntag nach Hl. Drei König (Epiphanie – Erscheinung des Herrn – am 6. Januar) wird die Taufe des Herrn gefeiert. Als Johannes der Täufer Jesus im Jordan taufte, offenbarte eine Stimme vom Himmel Jesus als den Sohn Gottes.

Tauffeier in der Osternacht

Seit alters werden in der Osternacht Erwachsene und Kinder durch das Sakrament der Taufe in die Kirche aufgenommen. Sie bildet den dritten Teil der Osterliturgie.

Taufkerze

Sie sagt: Licht macht hell und Christus will unser Leben hell machen. Eltern bringen diese Kerze mit zur Tauffeier. Der Vater entzündet die Kerze an der Osterkerze. Sie soll Zeichen sein, dass der Täufling zu einem neuen Leben „auferstanden“ ist.

Taufkleid

Es ist ein Zeichen der Feierlichkeit und Freude, wie weiße Messgewänder bei Priestern. Der Begriff „Weißer Sonntag“ kommt von den Taufkleidern, nicht von den weißen Kommunionkleidern.

Te Deum

Anfangsworte eines großen Hynmus zu Ehren des dreifaltigen Gottes. Der große Lobgesang wurde früher zu allen besonders festlichen Gelegenheiten angestimmt. Heute ist an seine Stelle das Lied ‚Großer Gott, wir loben dich‘ getreten.

Thuriferar

Träger des Weihrauchfasses, der zusammen mit dem Navikular bei festlichen Gottesdiensten gebraucht wird.

Tod

Die Christen glauben nicht, dass mit dem Tod alles zu Ende ist, sondern dass er für sie ein Durchgang zu einem neuen Leben ist, einem Leben mit Gott. Deshalb brennt bei Messfeier für Verstorbene als Zeichen der Auferstehung die Osterkerze. Deshalb wird auch oft ein österliches Lied gesungen. Es drückt die Hoffnung aus, dass der Verstorbene bei Gott ist.

Trauung

Wenn zwei Menschen sich entschließen, ein Leben lang in einer Gemeinschaft füreinander da zu sein und dies als Christen auch in der Gemeinschaft der Kirche bekräftigen möchten, bitten sie um die Trauung. Die Eheleute spenden sich das Sakrament der Ehe selbst, sie sagen ja zueinander. Dieses Ja muss sich ein ganzes Leben lang bewähren.

Triduum

Dreitägige liturgische Feiern, z.B. Triduum Sacrum: die drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn.

Vaterunser

siehe Pater noster, Es ist ein sehr wichtiges Gebet, das jeder Christ auswendig können soll. Es wird in jedem Gottesdienst gebetet. Seinen Ursprung hat es im Lukasevangelium 11, 2-4. Da heißt es: Die Jünger baten: „Herr, lehre uns zu beten“ und Jesus gab ihnen zur Antwort: „Wenn ihr betet, so sprecht: Vater unser …“

Velum

(lat. = Hülle) Damit wird etwas verhüllt. Das Kelch-Velum bedeckt den Kelch, solange er nicht gebraucht wird. Es wird in der liturgischen Tagesfarbe gewählt. Während der Fastenzeit werden teilweise auch Bilder und Kreuze mit violetten Velen verhüllt. Das große Velum ist eine Art Schultertuch, das der Priester beim Tragen der- >Monstranz umlegt. Es wird vor der Aussetung des Allerheiligsten vom Mesner oder einem Ministranten um seine Schultern gelegt.

Veni creator

Lateinische Anfangsworte des Pfingsthymnus (Gotteslob 240-242), der auch bei Bischofsbesuchen, und Firmungen gesungen wird.

Vesper

(lat. = Abend) Abendliche Gebetszeit im kirchlichen Stundengebet.

Vigilfeier

(lat. vigilia = Nachtwache) Besonderer Wortgottesdienst, der auf ein Hochfest vorbereitet.

Vikar

Kaplan

Vortragekreuz

Es wird zum Einzug bei Festgottesdiensten von einem Ministranten vorangetragen, ebenso bei Prozessionen und bei Beerdigungen.

Votivmesse

(lat. voveo = wünschen) Messe mit einem besonderen Anliegen. Für solche sind eine Reihe von eigenen Meßformularen mit passenden Texten und Lesungen vorgesehen.

Wandlung

Es ist der Höhepunkt des Hochgebetes mit den Einsetzungsworten in der Eucharistierfeier (3. Teil einer Messe). Einsetzungworte nennt man die Worte, die Jesus zu seinen Freunden im Abendmahlssaal gesprochen hat. Der Priester sagt sie stellvertretend für Christus. „Nehmet und esset alle davon: …“

Wasser

Wird bei der Taufe und in der Messer bei der Gabenbereitung und Händewaschung verwendet. Es drückt ein inneres Reinigen aus.

Weihnachten

Die eigentliche Botschaft des Evangeliums von Weihnachten ist: Gottes Sohn ist Mensch geworden, um uns zu erlösen. Alle anderen Geschichten und Bräuche sind zweitranigig.

Weihnachtsfestkreis

Er beginnt mit dem 1. Advent und dauert bis zum Fest der Taufe des Herr (Sonntag nach Hl. Drei König – Epiphanie)

Weihrauch

Er ist ein Zeichen der Verehrung und Anbetung. Weihrauchspenden erfolgen bei feierlichen Gottesdiensten, bei Andachten, Prozessionen, aber auch bei Beerdigungen.

Weihrauchfass

Liturgisches Gerät zum Beweihräuchern

Weihwasser

Es ist ganz wichtig bei der Taufe, aber man verwendet es auch, wenn man eine kath. Kirche betritt oder verläßt (Kreuzzeichen mit Weihwasser). Außerdem wird es bei Beerdigungen und bei verschiedenen Segnungen verwendet

Weihwasserkessel

Von Ministranten bei Beerdigungen und Segnungen zusammen mit dem Sprengel (siehe Aspergill) getragen.

Wein

Ist ein Getränk, das bei Feiern und bei festlichen Essen gereicht wird. Er ist nicht notwendig zum Leben wie Wasser. Wenn Jesus sich den Christen im Zeichen von Wein schenkt, sollen sie wissen: Jesus möchte mehr als nur das Notwendigste für sie. Er will sie überreich beschenken.

Wein- und Wasserkännchen

Stehen auf der Kredenz (Gabentisch) in der Eucharistiefeier bereit. Ministranten bringen es dem Priester zur Gabenbereitung.

Weißer Sonntag

Sonntag nach Ostersonntag (2. Sonntag der Osterzeit). Der Name „Weißer Sonntag“ hat seinen Ursprung in der Frühen Kirche. Er kommt vom weißen Taufkleid, nicht von den Kommunionkleidern, denn in vergangener Zeit wurde das Taufkleid von den erwachsenen Getauften von Ostern bis zum Sonntag nach Ostern getragen. In vielen Pfarreien ist der Sonntag nach Ostern der Tag der Erstkommunion.

Wort-Gottes-Feiern

Dies sind Wortgottesdienste ohne Priester, denn nicht in jeder Gemeinde kann sonntags ein Priester zugegen sein. Natürlich findet hierbei keine Gabenbereitung statt, da es ohne Priester kein Großes Lobgebet mit Wandlung der Gaben geben kann. Gleichwohl kann die hl. Kommunion ausgeteilt werden.

Wortgottesdienste

Nicht jeder Gottesdienst ist eine Messe. Es gibt Andachten, Andachten mit sakramentalem Segen, Bußgottesdienste, Kreuzwegandachten, Maiandachten, Rosenkranzgebete, Wort-Gottes-Feiern. In den Wortgottesdiensten findet keine Gabenbereitung (Teil der Eucharistiefeier) statt.

Zeit im Jahreskreis

Sie wird die „grüne Zeit“ im Kirchenjahr genannt, weil die liturgische Farbe hierfür grün ist. Außerhalb des Weihnachts- und Osterfestkreises bleiben noch 33 oder 34 Wochen, die „Zeit im Jahreskreis“ genannt werden. Ausnahmen der liturgischen Farbe Grün sind möglich, wenn Feste begangen werden.

Zelebrant

(lat. celebrare = feiern) Vorsteher einer Eucharistiefeier. Er ist der Haupttätige, während ihm die übrigen Priester als Konzelebranten nur zur Seite stehen.

Zelebrieren

Die heilige Messe feiern

Zeremoniar

(lat. ceremoma = heilige Sitte) Wird in großen Kirchen oder bei großen Gottesdiensten eingesetzt , um für eine gute Vorbereitung der Liturgie und für einen würdigen und ruhigen Ablauf zu sorgen. In unserer Pfarrei ist das der Ministrant, der dem Priester die passenden Bücher reicht, die Lesung und die Fürbitten liest und während der Eucharistiefeier im Meßbuch umblättert.

Zeroferar

(lat. = Kerzenträger) Dieser Dienst stammt aus dem Hofzeremoniell der römischen Kaiser, wo die Zeroferare ein festliches Ehrengeleit zu stellen hatten, wenn der Kaiser auftrat. In der Liturgie erhält bei feierlichen Gottesdiensten das Evangelium (an Stelle des Herrn) ein solches Ehrengeleit (Sonntag 8:30 Uhr und alle Festgottesdienste). In unserer Pfarrei übernehmen das immer die Akolyten. Die Zeroferare dürfen deshalb nicht mit den Fackelträgern verwechselt werden.

Ziborium

(lat. = Trinkbecher) Etwas weiter wie ein Kelch geformter Speisekelch, der zur Aufbewahrung der konsekrierten Hostien, die für die Komminonsausteilung benötigt werden, dient. Oft ist es mit einem kleinen Umhang, dem Kelchvelum umhüllt.

Zingulum

(lat. = Gürtel) Kordel, die zum Zusammenraffen der weiten Albe dient

Zweites Vatikanisches Konzil

Großes Treffen, Versammlung der Vertreter der kath. Kirche aus der ganzen Welt von 1962 bis 1965 in Rom . Hierbei wurden ein ganze Reihe von Änderungen beschlossen. Seit dieser Zeit wird der Gottesdienst in der Landessprache gefeiert, also in Deutschland auf Deutsch. Vorher wurde in lateinisch gebetet und gesunden. Christen fühlten sich dabei oft nur als Zuschauer, aber nicht als Mitfeiernde. Jeder kann nun durch sein Mittun zu einem lebendigen Gottesdienst beitragen.