Frauenausflug 2013

Frauenausflug zur Stegmühle in Hainzell und nach Alsfeld

44 Frauen aus Dipperz, Wisselsrod, Friesenhausen u. Wolferts feierten zu Beginn des Frauenausfluges am Freitag, 13.09. einem gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche in Dipperz. Mit Gottes Segen und unserem Pfarrer Piotr Kownacki „an Bord“ starteten wir in Richtung Hainzell. Nach einer kurzen Begrüßung und einigen Informationen von Barbara Walter erreichten wir schon bald unser erstes Ziel: Die Stegmühle in Hainzell!

Müller Hugo Schnabel und seine Frau Annemarie erwarteten uns schon mit einem liebevoll hergerichteten Frühstücksbüfett. Gut gestärkt folgte nun die Besichtigung der Getreidemühle. Familie Schnabel gewährte uns einen Einblick in die noch heute arbeitende (Museums-) Getreidemühle, wie es sie in dieser Art und in der heutigen Zeit kaum noch gibt. Beim Rundgang durch die historische Mühle wurden uns die einzelnen Stationen der Kornbearbeitung aufgezeigt. Bei soviel Frauenpower im alten Gebälk fühlte sich der Mühlengeist gestört und wehrte sich mit Klopfzeichen aus seinem Versteck. Auf der Suche nach diesem sagenumwobenen, eher scheuen Gefährten, wurden wir auch im hofeigenen Mühlenladen, der ein umfangreiches Warenangebot (versch. Mehlsorten u. Müslis, Nudeln, Tees und Spirituosen) für die gesunde Ernährung bot, nicht fündig. Die Fahrt führte uns nun weiter in die märchenhafte Fachwerkstadt Alsfeld. Zwei Stadtführerinnen begrüßten uns auf dem Marktplatz mit einem lustigen Mundartgedicht und führten uns zunächst in die städtische Hauptkirche – die Walpurgiskirche. Namensgeberin ist Walpurga, geboren um 710 in England, einer Gefährtin des hl. Bonifatius bei seiner Missionarsarbeit in der benachbarten Gegend. In zwei Gruppen ging es nun weiter zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Kernstadt. Besonders zu erwähnen ist hier das links vom Fachwerk-Rathaus befindliche Weinhaus. An dessen Ecke sich noch heute ein Pranger befindet. Dieser Pranger ist ein schließbarer Eisenring, der den Verletzern der mittelalterlichen Regeln um den Hals gelegt und somit dem Spott der Menschen ausgesetzt wurde. Der mit einem Trittstein ausgestattete Pranger weist deutliche Benutzerspuren auf, so dass sich vermuten lässt, dass er nicht nur von unseren Frauen ausprobiert wurde!! Der informative und amüsante Rundgang „Auf den Spuren der Vergangenheit“ endete im Museumshof, wo uns die Alsfelder Marktspielgruppe mit der Geschichte von Rotkäppchen in die Zeit der Märchen zurück versetzte. Die noch verbleibende Zeit bis zur Heimfahrt stand zur freien Verfügung und wurde, Dank des guten Wetters, zum Stöbern in den kleinen und netten Geschäften Alsfelds, zum Kaffee trinken und zum Eis essen auf dem Alsfelder Marktplatz genutzt. Letztes Ziel unseres Ausflugs war das „Gasthaus Haunetal“ in Petersberg-Steinhaus, das nicht nur durch seine kulinarischen Köstlichkeiten, sondern auch durch die neu gewonnen Eindrücke und der stimmungsvollen Gemeinschaft zu einem harmonischen Abschluss des Frauenausflugs beigetragen hat.