Am 24. September 2013 wurden ökumenische Kirchenschilder aufgestellt

Ökumenische Kirchenschilder an den Ortseingängen von Dipperz

 weisen auf das lebendige Miteinander zwischen der Katholischen Kirchengemeinde St. Antonius und St. Placidus und der Evangelischen Kirchengemeinde Bieberstein-Dipperz.

Die herkömmlich getrennt gehaltenen Sommerveranstaltungen „Pfarrfest“ auf katholischer und „Gemeindefest“ auf evangelischer Seite sind 2011 zusammengeschmolzen in das „Ökumenische Kirchenfest“, das weder am katholischen Pfarrheim, noch im evangelischen Pfarrhof, sondern auf neutralem Boden, am Bürgerhaus Dipperz gemeinsam vorbereitet und durchgeführt wurde. Der ökumenische Festgottesdienst wurde vom Musikverein Dipperz und dem Gospelchor des Ev. Kirchenkreises Fulda musikalisch mitgestaltet. Die beiden Pfarrer Piotr Kownacki und Georg Ander-Molnár gingen auf die Frage ein: „Was gefällt mir an Deiner Kirche?“ Ihre Dialogpredigt wurde mehrfach von Applaus unterbrochen.

Der Erlös des Festes war bestimmt für ein ökumenisches Projekt. Die mittlerweile verwitterten katholischen Kirchenschilder sollten an den drei Ortseinfahrten von Dipperz abgelöst werden von neuen ökumenischen Schildern.

Die positive Resonanz auf das ökumenische Feiern führte zur Entscheidung, das Kirchenfest zunächst alle zwei Jahre gemeinsam zu gestalten.

 

Nach einem zeitaufwändigen Entscheidungsprozess bezüglich der Aufschrift konnten die reflektierenden Schilder jeweils mit beiden Kirchensymbolen, gelb für die katholische und violett für evangelische Kirche auf dem zweiten Ökumenischen Kirchenfest, im Sommer 2013 vorgestellt werden.

Nachdem die Ständer der drei Schilder von Martin Rühl vom Bauhof unter der eigenhändigen Unterstützung von Bürgermeister Klaus Dieter Vogler einbetoniert wurden, haben Dr. Carsten Schütz, Sprecher des Pfarrgemeinderates und Pfr. Ander-Molnár die Schilder angeschraubt und somit ihrem Zweck übergeben.

Carsten Schütz betont, dass beide Kirchensymbole auf einem Schild die lebendige Ökumene in Dipperz und die enge Zusammenarbeit der beiden Konfessionen abbilden.

In der Dialogpredigt des Kirchenfestes 2013 gingen die beiden Geistlichen diesmal auf den neu gewählten Papst ein, der auf beiden Seiten als Hoffnungsträger der Kirchen geschätzt wird.

Der Erlös des Festes wurde ebenfalls für ein ökumenisches Projekt bestimmt, nämlich für „Radwegekirche Milseburg“. Ende des Jahres wird die Genehmigung der Änderung des Flächennutzungsplanes für das von Josef Enders aus Elters für den Bau des Gotteshauses gestifteten Grünfläche erwartet. Sobald sie vorliegt soll ein Förderverein gegründet werden, der Planung, Bau, Finanzierung und Pflege der Radwegekirche zum Vereinszweck erhebt.